Antigone Papoulkas

Mezzosopran

Antigone Papoulkas

wurde in München geboren und studierte an der Musikhochschule Köln bei Hans Sotin und Klesie Kelly und privat bei Soto Papulkas; Meisterkurse u.a. bei Daphne Evangelatos, Josef Metternich, Teresa Berganza. Zweimal erhielt sie den ersten Preis beim Bundesgesangswettbewerb in Berlin. Besondere Auszeichnungen: Stipendium der Walter-Kaminsky-Stiftung, Richard-Wagner-Stipendium sowie der Dr. Wilhelm-Oberdörffer-Preis.

Nach 2 Jahren internationales Opernstudio wurde sie 2001-2003 Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper, wo sie als Bradamante in der Premiere von "Alcina" reüssierte. U.a. war sie als Hänsel in "Hänsel und Gretel", Boulotte in "Ritter Blaubart", Cherubino in "Die Hochzeit des Figaro", Dorabella in "Cosi fan tutte", Varvara in "Katja Kabanova", Alt-Solo in Messias und 3. Mahler (Ballett) zu hören.

Im Dezember 2001 debütierte sie als Cherubino in "Le Nozze di Figaro" an der Wiener Staatsoper, wo sie während ihres 2-jährigen Festengagement u.a. Niklausse in "Contes d' Hoffmann", Cherubino in "Le nozze di Figaro" in den Mozart-Wochen sang. Im November 2004 gab sie dort ihr Rollendebut als Rosina in "Il Barbiere di Siviglia".

Im Dezember 2003 gab sie ihr Debüt an der Volksoper Wien als Boccaccio unter der Regie von Helmut Lohner und im März 2005 sang sie dort Sesto (ital.) in der Wiederaufnahme von "La Clemenza di Tito" mit großem Erfolg. Die Titelpartie Carmen gab sie erstmals im Januar 2007 erfolgreich an der Volksoper Wien. Im Juni 2008 wird sie mit der Titelpartie Boccaccio auf Japan-Tournee mit der Volksoper Wien in Tokyo sein.

Auf dem Konzertpodium war sie zuletzt in der Berliner Philharmonie unter M. Sanderling und dem Oriol Ensemble mit Lied von der Erde von G. Mahler zu hören. Die 8. Symphonie von G. Mahler (2. Alt) sang sie im Wiener Konzerthaus unter F. Luisi, wie auch die h-moll Messe von J. S. Bach in Leipzig (Thomaskirche), Dresden (Kreuzkirche) und Krakau. Les nuits d'été von H. Berlioz im Megaron Thessaloniki, u.a. in Matthäus-Passion, Johannes-Passion, Weihnachtsoratorium von J.S. Bach und Saint-Saens, Magnificat von C.P.E. Bach und J.S. Bach, div. Bach-Kantaten, 9. Symphonie von Beethoven, A child of our time von Tippett, "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" Haydn, Mozart Requiem, Messias u.a. in der Musikhalle Hamburg, Alte Oper Frankfurt, Maria im Capitol Köln, Kammermusiksaal des Beethovenhauses Bonn waren Höhepunkte ihrer Konzerttätigkeit.

Im August 2005 war sie Protagonistin im Jubiläumskonzert zum 50-jährigen Bestehen des Festivals und des Staatsorchesters Athen im Herodes Attikus Theater. 2006 sang sie die Alt-Partie in Pulcinella im Concertgebouw Amsterdam unter Susanna Mälkki und im Juni 2007 die Uraufführung von D.Terzakis Sappho-Zyklus und Daphnis und Chloe in der Tonhalle Düsseldorf.

Im Dezember 2008 hat sie unter Fabio Luisi im Wiener Musikverein ihr Debüt mit der C-Dur Messe von L. van Beethoven und Terra Pax von Frank Martin gegeben.

Im März 2010 sang sie in Bilbao Stabat Mater von Pergolesi und d'Astorga sowie die Johannes-Passion von Bach.

Diverse Lieder- und Arienabende, Les nuits d' été H. Berlioz, Frauenliebe und -leben R. Schumann, Siete canciones populares von M. de Falla, Cinq melodies populaires grecques von M. Ravel, div. klassische, griechische Lieder z.T. mit Rundfunk- und TV-Aufzeichnung (WDR, NDR, ARTE und MDR).

Nach 4 Jahren an der Hamburgischen Staatsoper und 2 Jahren Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper war sie von 2005 bis 2010 an der Semperoper Dresden engagiert. Im Dezember 2004 gab sie dort ihr Debüt als Orlofsky in "Die Fledermaus". Mit herausragenden Rollen wie Komponist in "Ariadne auf Naxos", Cherubino in der Premiere von "Le nozze di Figaro", Sister Helen Prejean in "Dead man walking" und Octavian in "Der Rosenkavalier" reüssierte sie an der Semperoper in der Spielzeit 2005/06. Im Dezember 2006 sang sie mit großem Erfolg den Hänsel in der Dresdener Neuproduktion von "Hänsel & Gretel" (Regie Katharina Thalbach), die auch als TV-Produktion auf arte zu sehen war und als DVD produziert wurde. Im Mai 2008 sang sie die Rosina in der Neuproduktion "Il Barbiere di Siviglia" in der Semperoper Dresden zum ersten Mal.

Octavian in "Der Rosenkavalier" sang sie mit der Deutschen Oper Berlin auf der China-Tournee im Oktober 2008 in Peking.

Ihr Sesto (Giulio Cesare) und Maddalena (Rigoletto)-Debut gab sie an der Semperoper in der Saison 2010/11. Dort sang sie 2012 wieder die Rolle der Sister Helen Prejean in "Dead man walking". In der Pemierenproduktion "Alcina" im Theater St. Gallen sang sie erfolgreich ihr Ruggiero-Debut. Im Sommer gab sie die Titelrolle in der "Carmen"-Produktion im "Opern Air" Festival in Gars am Kamp. Als Orlofsky war sie wieder in dieser Saison an der Volksoper Wien zu hören- mit der sie in gleicher Produktion nach Tokyo tourten.
In der an der Semperoper entstandenen Henze Premieren Produktion "Wir erreichen den Fluss" hat sie ebenfalls erfolgreich mitgewirkt.
Im Mai 2013 interpretierte sie die "Wagnerschen Klavierlieder gesetzt von Henze" ebenfalls an der Semperoper.

In den Antrittskonzerten des neuen GMDs der Staatsoperette Dresden reüssierte sie mit Arien von Carmen, Dorabella und Boccaccio. Außerdem gelang es ihr gemeinsam mit ihren griechischen Kollegen bei einem Benefizkonzert im Schauspielhaus Kiel am 24.11. diesen Jahres Spenden für ein griechisches Kinder-Hilfs-Projekt zu generieren. In der Hofkirche der Residenz München hatte sie großen Erfolg mit der Kammerfassung von Schönberg der "Lieder eines fahrenden Gesellen" von Gustav Mahler.
Am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin debütierte sie mit großen Erfolg in der "Dead man walking"-Premieren Produktion in der Rolle der Sister Helen.

Im Juli 2014 sang sie im Athener Festival in der Premieren-Produktion von "Otello" in der Regie von Kokkos zum ersten mal die Rolle der Emilia. Mit dieser Rolle gastierte sie im Opernhaus Chemnitz 2015.

Im Februar 2015 debütiert sie in der Rolle der Preziosilla in "Forza del destino" am Theater Halle. Am selben Haus sang sie den Claudio in "Lucio Cornelio Silla" bei den Händel Festspiele Halle und den Hänsel in "Hänsel und Gretel". Die selbe Rolle sang sie wieder in der Semperoper in der Thalbach-Inszenierung. In der Staatsoperette Dresden sang sie in der Premiere Zar Saltan von R. Korsakov.

Im Februar sang sie erfolgreich den Trommler in "Der Kaiser von Atlantis" von V. Ullmann in Semper 2. Wieder trat sie als Claudio in der sehr erfolgreichen Händel-Produktion Lucio Cornelio Silla in den Händelfestspielen in Halle auf. Im Oktober kehrt sie an das Staatstheater Schwerin mit der Neuproduktion von Hoffmanns Erzählungen in der Rolle des Niklaus /Muse zurück. Auch an der Semperoper wird sie im Dezember wieder den Hänsel in der Thalbach Inszenierung singen.

^